Pressemitteilung

Pressemitteilung II Nov 2006

Die neue Rückenmedizin Focus Ausgabe Nr.45 6.November

Zunächst sei hier gesagt das dieser Beitrag gespickt mit prominenten Rückenschmerzleidenden und eine Menge Adressen von Wirbelsäulenchirurgen
den Eindruck einer gemeinsamen Klinik-Werbekampagne erweckt - verstärkt dadurch, dass in diesem Beitrages die Techniker Krankenkasse mit Prof. Grönemeyer-Bild (der zurzeit für sehr vieles herhält) sich eine ganzseitige Werbung leistet.

Wie dem auch sei, kritisieren möchte ich, dass hier kein Wort über die Gesundheits-Prophylaxe zu finden ist. Einmal mehr geht es nur darum, was man unternehmen muss, wenn es bereits zu spät ist.
Warum wird hier nicht gleichzeitig berichtet was zu Rückenbeschwerden führt?
Einige Menschen fragen sich doch bereits: Ernähre ich mich richtig? Mache ich ausreichend Sport? Schlafe ich richtig? Schlafe ich wirbelsäulengerecht? Kann ich mich geistig richtig entspannen?
Wenn auch bei einigen Menschen diese Gedanken vorhanden sind, bei dem größten Teil der Leser dieses Focus- Beitrages wird lediglich nur eines gefördert: Der liebe Doktor wir es schon wieder richten!
Wo bleibt der Aufruf dass die Menschen mehr Verantwortung über ihren Körper übernehmen sollen?
Was kann der Mensch für sich selber tun, damit er Gesund und Munter bleibt?

Die Krankenkassen leiden über Geldmangel und zu hohen Leistungen die erbracht werden müssen - und verschicken kostenlose Videos über Gymnastikübungen – bitteschön, das schaut kläglich und nahezu lächerlich aus und führt ganz bestimmt nicht zu nachhaltigen Lösungen.

Der Beitrag vom Chirurg Jürgen Harms war ein kleiner Lichtblick. Ich zitiere:“… Bei Rückenschmerzen würden häufig nicht-operative Verfahren wie Physiotherapie, Akupunktur, Medikamente oder der so genannte Schmerzblock mit Cortison und Betäubungsmitteln helfen…“ Zitat Ende.
Positiv ist bei diesem Beitrag war auch seine klare Feststellung, dass 70bis 80% der Patienten u.a. mit schlichtem Abwarten geholfen ist.

Doch leider wurde auch nicht darauf hingewiesen, dass eine Therapie negativ beeinflusst wird, ja vielleicht sogar zunichte gemacht, wenn der Patient in der Regenerationsphase seinen Rücken durch falsche Lagerung der Wirbelsäule malträtiert. Das heißt, eine falsche Matratze und oder auch Lattenrost, kann die Heilung verhindern oder zumindest verzögern, im schlechtesten Falle, den Zustand des Patienten verschlechtern.
Es wäre an der Zeit den Patienten Therapien anzugedeihen die ganzheitlicher sind.
Universitätswissen ist gut und wichtig, jeder der Mediziner muss aber über seinen Tellerrand sich hinausbewegen, damit er wirklich ein guter Mediziner ist.

Volkmar Schoen
shogazi Schlafkultur München
www.shogazi.de
München, den 16.11.2006